Publiziert am
Alterszentrum St. Anna

Beeindruckende Bilder von der Baustelle

Die St. Anna Stiftung eröffnet 2021 an der Tivolistrasse in Luzern ihr neues Alterszentrum. Dieses Jahr standen Rückbau und der Beginn der Aushubarbeiten im Zentrum.

«Partir, c'est mourir un peu»: Weggehen und Abschiednehmen ist ein wenig wie sterben. Im Sommer und Herbst galt es Abschied zu nehmen von den Gebäuden Marienhaus und St. Raphael. «Rückbau» wird das heutzutage korrekt genannt, was allerdings ungleich weniger emotional klingt als «abreissen». Stück für Stück wurden zuerst das Marienhaus, dann das St. Raphael rückgebaut.  

Lücken klafften wie Wunden, das Terrain wurde zur Geisterstadt, die Szenerie mutete je nach Wetter und Lichteinfall gespenstisch an. Grosse und kleine Bagger erinnerten mit ihren Schaufeln und Beissern an gigantische Insekten. Früher wurde mit der Abrissbirne alles kurz und klein geschlagen, und übrig blieben riesige Schutthaufen. Beim sogenannten kontrollierten Rückbau bissen die Baggergreifer auch auf dieser Baustelle gezielt zu und frassen sich geordnet durchs Gemäuer. Die «Happen» wurden fein säuberlich sortiert, um möglichst viel Bauschutt der Wiederverwertung zuführen zu können.

Schliesslich war da Ende Oktober 2018 die Leere. Die beiden Gebäude waren weg – die Sicht auf See und Berge allerdings noch grandioser als zuvor... Marienhaus und St. Raphael sind in den letzten Monaten Geschichte geworden. Etwas Wehmut muss und darf bei allen Beteiligten – vorab der Schwesterngemeinschaft – trotz aller Vorfreude aufs neue Alterszentrum Platz haben.

Unterdessen haben die Verantwortlichen mit dem Aushub begonnen. Die Baugrube wird dereinst ab Rigistrasse eindrückliche 18 Meter tief sein. Diese Arbeiten dürften ungefähr neun Monate dauern – je nach Wetter und anderen nicht vorhersehbaren Umständen.

Der Luzerner Fotograf Nique Nager begleitet das Bauprojekt visuell. Diese Bildergalerie vermittelt Eindrücke der Rückbauphase im Jahr 2018.