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Sensibilisierungscamps in Dörfern

Der Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen und adäquater Gesundheitsinfrastruktur ist für die sozial Armen aus vielfältigen Gründen oftmals eingeschränkt. Gleichzeitig sind sie etwa wegen schlechten Arbeitsbedingungen, schwierigen Wohnsituationen oder fehlenden finanziellen Mitteln besonders gefährdet. Umso wichtiger ist ein profundes Wissen über präventive Massnahmen. Ausserdem gilt es, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und über die eigenen Rechte Bescheid zu wissen, um diese einfordern zu können.

Keyfacts

Was: Verbesserung der körperlichen und geistigen Gesundheit
Wo: In fünf Quartieren in und um Madurai, Bundesstaat Tamil Nadu, Indien
Wer: Zirka 2000 Slum-Bewohnerinnen
Wie: Sensibilisierungsarbeit in Gesundheits- und Klimathemen, Aufklärung über Rechte

Projektziele

  • Die Frauen sind über übertragbare und nicht-übertragbare Krankheiten aufgeklärt und wissen, wie sie sich und andere schützen.
  • Vermeidbare Krankheiten werden vermieden und heilbare Krankheiten frühzeitig erkannt und behandelt.
  • Die Frauen werden über ihre Rechte aufgeklärt und beim Einfordern von staatlichen Gesundheitsgeldern unterstützt.
  • Den Frauen wird aufgezeigt, wie das Klima und die Gesundheit durch einfache Massnahmen geschützt werden kann, zum Beispiel mit dem Anbau von Gemüse, von Bäumen und dem Einführen eines Abfallmanagements usw.

Die Arbeit in den Slums

In und um Madurai besuchen die St. Anna-Schwestern mit speziell geschulten Teams wöchentlich fünf Slums. Dort führen sie Gesundheitschecks, Gesundheitsschulungen und Beratungen über staatliche Programme und Klimaschutz durch. Dank den Gesundheitschecks können heilbare und chronische Krankheiten erkannt und gezielt behandelt werden. Die Schulungen helfen, die Bevölkerung für diverse Gesundheitsthemen zu sensibilisieren.

Dank der Informationsarbeit über die staatlichen Gesundheitsprogramme werden diese vermehrt in Anspruch genommen. So bleibt den Leuten mehr Geld für andere dringliche Bedürfnisse. Der Bevölkerung in den Slums wird ausserdem aufgezeigt, wie sie mit einfachen Massnahmen gesünder, hygienischer und ökologischer leben können. Dazu gehören Ernährungsberatungen, Abfallmanagement und Schulungen im landwirtschaftlichen Bereich.

Neben dem umfangreichen unentgeltlichen Einsatz der lokalen St. Anna-Schwestern und dem Support der St. Anna Stiftung wird dieses Projekt von der Dr. Ernst-Günther Bröder Stiftung mitfinanziert.