Von der Gemeinschaft der St. Anna-Schwestern zur St. Anna Stiftung

1909 gründete Regens Wilhelm Meyer die Gemeinschaft der St. Anna-Schwestern, um die Not in der Bevölkerung zu lindern. Was mit dem Einsatz von drei Schwestern begann, entwickelte sich zu einem grossen Werk in der Kranken-, Wöchnerinnen- und Kinderpflege.

Als ziviler St. Anna-Verein gegründet, war die Institution attraktiv für junge Frauen, die einer christlichen Gemeinschaft beitreten und gleichzeitig eine professionelle Ausbildung absolvieren wollten. Der St. Anna-Verein verzeichnete deshalb stetig wachsende Schwesternzahlen. Bereits 1911 konnte die erste Klinik in Luzern eröffnet werden, es folgten eigene Kliniken im Tessin und in der Westschweiz.

Mit der Klinik St. Anna als Mutterhaus entwickelte sich die Gemeinschaft für Wochen- und Hauspflege weiter zu einer Institution für Krankenpflege mit eigener Schule. Diese wurde 1952 vom Schweizerischen Roten Kreuz anerkannt. Noch bis 1991 wurde die Schule für Krankenpflege von St. Anna-Schwestern geleitet.

Christliche Werte, spirituelles Selbstverständnis und karitativ-soziale Ausrichtung der St. Anna-Schwestern blieben über die Zeit konstant. Die Zahl der Schwestern in der Schweiz nahm seit 1960 jedoch stetig ab und die älter werdenden Schwestern vermochten die Arbeit nicht mehr allein zu leisten. Der Schwesterngemeinschaft war es aber wichtig, dass die gemeinnützigen Werke in Ihrem Sinne weitergeführt werden. Deshalb gründeten sie 1998 die St. Anna Stiftung.